Krieg & Frieden

 

Das Friedensbildungswerk Köln ist in den 1980er Jahren von Mitgliedern der Friedensbewegung gegründet worden. Bis heute bildet der Friedensgedanke das inhaltliche Gerüst unserer Bildungsarbeit für Erwachsene. Entsprechend finden sich Themen rund um Krieg und Frieden auch in unserem Programm wieder.

 

1917 – 2017 / 1. Weltkrieg: Ursachen, Wirkungen, Verlauf, Folgen:

 

 

Rund um Krieg und Frieden:

 

 

1917 – 2017
Das Friedensbildungswerk wird den 1. Weltkrieg begleiten und bis zum Waffenstillstand 1918 die Ursachen, die Wirkungen, den Verlauf und die Folgen betrachten. Unter diesem Programmpunkt finden Sie / findest Du die aktuellen Veranstaltungen.

Soldaten bei Ypern, Oktober 1917 Quelle: wikipedia.org

Die Februarrevolution 1917 - Auftakt zum Ende des Ersten Weltkriegs. Am 06.03.2017 hatte Dr. Diana Siebert die Februarrevolution in ihrer Bedeutung herausgestellt.

>> Ihren Vortrag hier als PDF

 

 

Der Matrosenaufstand 1917

Vor genau 100 Jahren, am 5. September 1917, wurde der Militär-Übungsplatz in Köln-Wahn Schauplatz zweier umstrittener Hinrichtungen. Hier, weit weg von der Küste, wurden die wenige Tage zuvor verhängten Todesurteile gegen zwei junge Matrosen der Kaiserlichen Marine vollstreckt.

Albin Köbis und Max Reichpietsch waren Teil der Matrosenbewegung, die sich gegen die ungleiche Versorgung von Offizieren und Matrosen sowie andere Missstände auf den Schiffen zur Wehr setzten. Zugleich wollten sie mit ihrem Aufstand ein Zeichen für den Frieden setzen.

Das Friedensbildungswerk, die SJD / Die Falken Gruppe Robert Blum und der DGB Köln/ Bonn nehmen den Jahrestag zum Anlass, um an den Matrosenaufstand zu erinnern. Kooperationspartner: AK Zivilklausel an der Universität zu Köln.

>> Das Gesamtprogramm hier als Plakat

Zur Vorführung des Films «Matrosenmeuterei» kamen 79 Personen in das Weisshauskino.
Den Vortrag von Christoph Regulski aus «Lieber für die Ehre erschossen werden, als für die sogenannte Ehre fallen» besuchten 45 Menschen.
An der öffentlichen Gedenkveranstaltung in Köln-Porz-Wahn waren 60 Personen anwesend, darunter die Ratsmitglieder Christian Joisten und Jörg Detjen.
>> Die Rede von Wolfgang Uellenberg-van Dawen als PDF
>> Die Rede von Günter Baumann VVN/BdA Köln als PDF

 

 

Rund um Krieg und Frieden

 

 

«#NO2PERCENT – Frieden geht anders!»

Anlässlich des Antikriegstages am 1. September und der anstehenden Bundestagswahl haben die Kölner Gewerkschaften - zusammen mit dem FRIEDENSBILDUNGSWERK und vielen Erstunterzeichner/innen der Stadtgesellschaft, aus den Bereichen: Soziales, Kultur, Kunst, Medien und Wissenschaft - die Petition «#NO2PERCENT – Frieden geht anders!» gestartet. Die Petition richtet sich gegen das 2-Prozent-Ziel der NATO-Mitgliedsstaaten und fordert die Bundestagskandidaten/innen auf, dieses Ziel abzulehnen.
Das 2-Prozent-Ziel der NATO, das von der Trump-Regierung vehement eingefordert wird, sichert nicht den Frieden sondern führt zu einer neuen Rüstungsspirale. Außerdem: Schon heute verschlingt der Rüstungsetat in Deutschland über 11% des Bundeshaushalts.
«30 Mrd. Euro mehr für den Verteidigungshaushalt – das hat drastische Haushaltskürzungen bei dringenden sozialen, ökologischen, infrastrukturellen und bildungspolitischen Projekten zur absehbaren Konsequenz. Dagegen wollen wir uns rechtzeitig auflehnen. Statt Friedensdividende müssten Arbeitnehmer die Lasten einer neuen Spirale des Wettrüstens tragen. Wir brauchen das Geld für sichere Renten, Bildung, Infrastruktur, soziale Sicherheit», so Witich Roßmann, Vorsitzender des DGB Köln.
Konflikte lassen sich nicht mit Waffengewalt lösen. Wir brauchen verstärkt zivile Strategien zur Friedenssicherung, die an den Ursachen von Kriegen und Konflikten ansetzen. Hierzu gehören vor allem ein fairer Welthandel, eine gerechtere Verteilung des weltweiten Reichtums sowie soziale und ökologische Entwicklungs- und Klimaschutzprojekte.
«Mit der Petition fordern wir alle Bundestagskandidaten- und Kandidatinnen auf, eine 2% Verpflichtung für den Verteidigungshaushalt im Koalitionsvertrag der nächsten Bundesregierung abzulehnen», erklärt Witich Roßmann, Vorsitzender des DGB Köln. «Die Wähler haben einen Anspruch auf klare Aussagen der Kandidat/innen für das höchste parlamentarische Amt in Deutschland, das über die Prioritäten der Haushalte in den nächsten vier Jahren entscheidet.»

>> Der Aufruf und die ErstunterzeichnerInnen hier als PDF

>> Ausführliche Informationen zum Thema sind unter www.Koeln-Bonn.DGB.de/no2percent zusammengestellt.

Zum Unterschreiben:
www.openpetition.de/petition/online/no2percent-frieden-geht-anders

 

 

Erinnern - eine Brücke in die Zukunft

So 28.01.2018 / 14.00 – 15.30 Uhr / Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln / Teilnahme kostenlos / Kurs 77-A2

Das Gedenken an die Opfer der NS-Diktatur ist ein wichtiger Bestandteil unserer Demokratie. Aber das Erinnern wird sich verändern, weil nur noch wenige Überlebende authentisch berichten können. Die Erinnerung wird aber auch durch rechtsextreme und rechtspopulistische Akteure massiv in Frage gestellt. Es wird eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad» gefordert. Deshalb wird sich das jährliche Auschwitz-Gedenken am 28.01.2018 mit der Geschichte und der Bedeutung unserer Erinnerungskultur befassen.

Am 27.01.2018 findet der bundesweite Gedenktag zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz statt. Ein breites Kölner Bündnis, dem das Friedensbildungswerk angehört, lädt zu einer Veranstaltung am Tag danach in die Antoniterkirche ein. Im Anschluss wird in diesem Jahr der Mahngang zum Bahnhofsvorplatz führen, wo ein fast vergessenes Mahnmal an die Deportationen durch die Reichsbahn erinnert.

>> Der Aufruf zum Auschwitzgedenktag hier als PDF-Datei

 

 

Trotzdem Alaaf!

Kölner Rosenmontag 1991 + 2017

Sa 16. Dezember 2017 – So 25. März 2018 im Stadtmuseum Köln

Fotografie © Bernhard D. Sanders

Die Fotoausstellung zeigt die Ereignisse rund um den 1991 wegen des Golfkrieges ausgefallenen Rosenmontagszug. Die Kölner feierten damals «trotzdem» ihren Fastelovend. Es wurde ein spontaner, «ver-rückter», unorganisierter und ursprünglicher Rosenmontag im Schneetreiben – und eine jecke Demonstration gegen den Golfkrieg.

40 Aufnahmen vom Rosenmontag 2017 von jüngeren FotografInnen ergänzen die 80 Schwarz-Weiß-Abbildungen von 1991. Wie vor 26 Jahren wurde auch 2017 der Karneval von politischen Ereignissen überschattet. Terroranschläge im öffentlichen Raum, u. a. nur wenige Woche zuvor auf dem Berliner Weihnachtsmarkt, führten zu einer starken Polizeipräsenz auf den Straßen. Eindrucksvoll dokumentieren die Bilder das Nebeneinander feiernder Jecken und ungewohnter polizeilicher Vorsichts- und Absperrmaßnahmen.
Die Fotoausstellung wird in der Alten Wache des Kölnischen Stadtmuseums gezeigt.

Das Museum liegt an der Zeughausstraße 1-3 in der Kölner Altstadt.

>> Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm, welches auf der eigenen Internetseite www.trotzdem-alaaf.de zu finden ist.

>> «Stoppt den Krieg am Golf!» unser Veranstaltungsflugblatt vom Februar 1991

>> Das Kölner Anti-Kriegsinfo vom Friedensbildungswerk, der Stadtrevue und dem Aktionsplenum

 

 

Das Friedensbildungswerk ist Kooperationspartner. Unsere beiden Veranstaltungen hier:

 

Pulverfass Nahost – die seit dem 2. Golfkrieg angelegten andauernden Entwicklungen

Di 06.02.2018 / 19.30 – 21.45 Uhr / 3 Ustd / Friedensbildungswerk / Teilnahme kostenlos / Kurs 77-N3

NN . 1991 haben das Friedensbildungswerk und das Ökobildungswerk zum 2. Golfkrieg zahlreiche Veranstaltungen und Mahnwachen durchgeführt. Eine davon hatte den Titel «Pulverfass Nahost».

Die damalige Entwicklung eines Überfalls des Iraks auf Kuwait und die Reaktion der Staatengemeinschaft mit dem 2. Golfkrieg hat brisante Entwicklungen ausgelöst, die über 26 Jahre das Weltgeschehen beeinflussten. Stichworte: 11 Sept. 2001 und der daraus folgende Kampf gegen den Terrorismus, das Entstehen von Terrororganisationen wie al-Qaida und dem Daesch (auch IS genannt), der Konflikt um den Iran, Demokratiebewegungen in den arabischen Staaten und deren gewalttätige Niederschlagung, die Rolle von Saudi-Arabien.

 

Neue Konflikt-Konstellationen im Mittleren Osten: Saudi-Arabien, Katar und Iran

Di 20.02.2018 / 19.00 – 21.45 Uhr / 3 Ustd / Friedensbildungswerk / Teilnahme kostenlos / Kurs 77-N1

Sebastian Sons . Saudi-Arabien war schon immer ein wichtiger Akteur im Nahen Osten. Doch so genau wurde nicht hingeschaut, weil das Königreich als «Garant für die Stabilität» galt und gerne mit Waffen beliefert wurde. Innenpolitisch gibt es radikale Veränderungen. Außenpolitisch heizt Saudi-Arabien den Konflikt mit dem Iran an und führt einen erbitterten Krieg im Jemen und es droht Katar. Die seit dem 2. Golfkrieg unruhige Region wird damit noch unruhiger. Wir schauen uns die neuen Konflikt-Konstellationen an.

Sebastian Sons, M.A., studierte Islamwissenschaften, Neuere Geschichte und Politikwissenschaft in Berlin und Damaskus und absolvierte eine Ausbildung an der Berliner Journalisten-Schule. Nach seinem Studium war er u.a. Chefredakteur der wissenschaftlichen Zeitschrift «Orient» (2009-2014). Im Anschluss arbeitete er als wissenschaftlicher Projektmitarbeiter im Programm Naher Osten und Nordafrika der Deutschen Gesellschaft für Politik (DGAP) in Berlin und ist derzeit dort Associate Fellow. Er promoviert an der Humboldt-Universität zu Berlin zum Thema «Arbeitsmigration von Pakistan nach Saudi-Arabien». Im November 2016 erschien im Propyläen-Verlag das Buch «Auf Sand gebaut. Saudi-Arabien – Ein problematischer Verbündeter».

Eine Veranstaltung des Friedensbildungswerks zusammen mit der DFG/VK Gruppe Köln.

>> Der wissenschaftliche Beirat von attac hat im November einen Aufruf veröffentlicht «Wir warnen vor einem neuen Krieg im Mittleren Osten». Hier als PDF

 

 

Coltan und Waffenhandel - ein Planspiel

Sa 17.03.2018 / 10.00 – 17.00 Uhr / Friedensbildungswerk / 8 Ustd / Preis 10 Euro / Kurs 77-B3 / Anmeldung erforderlich!

Christine Schweitzer . Thema des Planspiels sind die Verknüpfungen zwischen den Konflikten in einem afrikanischen Land und der Wirtschaft des Nordens am Beispiel von Waffenhandel und Coltanabbau. (Coltan ist ein Mineral, das u.a. für den Bau von Handys Verwendung findet.)

Aufbauend auf Informationen über die Situation in der Demokratischen Republik Kongo, einem Land, das durch Jahrzehnte Bürgerkrieg geprägt ist, wird eine fiktive (ausgedachte) Situation vorgegeben, die von den Spielenden bearbeitet werden soll. Im Mittelpunkt steht dabei eine Eine-Welt-Jugendgruppe, die auf diese Situation reagieren will. Weitere Spielgruppen sind die Bundesregierung und ein (fiktives) kongolesisches Bündnis von Nichtregierungsorganisationen. Bei einer größeren Zahl an Teilnehmenden werden evtl. weitere Spielgruppen eingerichtet.
Das Planspiel soll dazu befähigen, sich spielerisch mit einem internationalen Konflikt auseinanderzusetzen, der uns direkt betrifft. Kriege, Kolonialisierung und Neokolonialisierung führen seit Jahrhunderten zu einer Ausbeutung sogenannter «Entwicklungsländer» zu unserem Nutzen. Profiteure sind kleine Eliten in den Ländern und bestimmte Konzerne bei uns.

Die Methode des Planspiels ist, dass Gruppen gebildet werden, die sich untereinander über schriftliche Mitteilungen über ihre jeweils nächsten Handlungsschritte informieren, die über eine Spielleitung weitergegeben werden. Es ist also kein Rollenspiel, sondern eine Simulation, in der die Spielenden sich jeweils Schritte für ihr Handeln überlegen.

Die Angemeldeten erhalten ca. eine Woche vor dem Termin Materialien zur inhaltlichen Vorbereitung, die sie gelesen haben sollten.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Bund für Soziale Verteidigung BSV www.soziale-verteidigung.de

zur Anmeldung

 

 

 

Vortrag und Diskussion

Einführung in die Restorative Justice

Mi 14.03.2018 / 19.30 – 21.45 Uhr / 3 Ustd / Friedensbildungswerk / Preis 5 Euro / Kurs 77-B4

Theresa M. Bullmann . «Restorative Justice» – ein Begriff, der nur schwer ins Deutsche übersetzbar ist – bezeichnet eine Theorie sowie eine weltweite Bewegung, deren Inhalt und Ziel es ist, mit schmerzhaften Konflikten und Unrecht einen anderen Umgang zu finden. Namentlich einen Umgang, der auf Strafe verzichtet, der keiner höheren Instanzen («Staat») bedarf, sondern «den Konflikt den Menschen als ihr Eigentum zurückgibt» (Nils Christie).

Wichtige Eckpunkte der RJ sind der gleichberechtigte Dialogprozess zwischen allen Konfliktbeteiligten, die Übernahme von Verantwortung für die Handlungen der Vergangenheit und für den Prozess der Konfliktklärung, das gegenseitige Zuhören und Verstehen, die Wiedergutmachung (oder eine Annäherung daran) sowie die Wahrung der Autonomie und der Respekt vor der Integrität aller. Es scheint für viele vielleicht zunächst unvorstellbar, dass sich Geschädigte, Beschuldigte und weitere Betroffene an einen Tisch setzen, um über zum Teil äußerst schmerzhaftes Geschehenes zu sprechen und dann eine gemeinsame Lösung auszuhandeln. Es ist aber, wenn es gelingt, ein für alle ermächtigender und heilsamer Prozess.

An diesem Abend werde ich versuchen, so gut es mir möglich ist, die verschiedenen Aspekte und Methoden der Restorative Justice zu erklären, Fragen zu beantworten, Zweifel ernst zu nehmen. Insgesamt hoffe ich, Menschen Lust darauf machen zu können, ihre Angst vor dem Austragen – auch schmerzhafter – Konflikte abzulegen, in wirklichen Kontakt miteinander zu treten und Vorstellungen von Schuld und Strafe zu überwinden.

Theresa M. Bullmann, Jahrgang 1979, wohnt in Köln und Südfrankreich. Sie wurde im Friedensbildungswerk als Mediatorin ausgebildet und erlangte danach die Zusatzqualifikation für den Täter-Opfer-Ausgleich. Derzeit arbeitet sie als Redakteurin für das deutschsprachige Fachmagazin für Restorative Justice, TOA-Magazin. Weitere Schwerpunkte sind Gewaltfreie Kommunikation und Restorative Circles.

 

 

Themen, Aktionen, Erfolge

«Frieden ist machbar!» 125 Jahre Deutsche Friedensgesellschaft (DFG)

Di 05.12.2017 / 19.30 – 21.45 Uhr / Friedensbildungswerk / 3 Ustd / Teilnahme kostenlos / Kurs 76-G2

Guido Grünewald . 125 Jahre Einsatz für Frieden - in der Geschichte der DFG spiegelt sich das Wirken des organisierten Pazifismus in Deutschland: Kampf gegen Nationalismus, Rüstung und Krieg, für Abrüstung und Kriegsdienstverweigerung; Bemühungen um zivile Konfliktlösungen wie Aufbau einer internationalen Rechtsorganisation, Versöhnung mit ehemaligen Feindstaaten und internationale Zusammenarbeit. Persönlichkeiten wie Bertha von Suttner, Carl von Ossietzky und Martin Niemöller wirkten in der DFG, die an den großen Aktionen der Friedensbewegung mit eigenen Akzenten maßgeblich beteiligt war. Der Historiker Guido Grünewald erzählt mit Fotos von den Aktivitäten der Pazifist*innen, den Repressalien gegen sie und ihren Erfolgen.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der DFG/VK Gruppe Köln.

Hinweis: Am Freitag 24.11.2017 findet in der Lutherkirche in der Kölner Südstadt das große Jubiläumsfest der DFG/VK statt.

>> Mehr Informationen unter http://www.friedenkoeln.de oder hier als PDF
>> Das DFG/VK-Programm als PDF

 

 

Frieden selber machen. Zivile Konfliktlösungen auf verschiedenen Ebenen.

Mi 31.01.2018 / 19.00 – 21.30 Uhr / Friedensbildungswerk / 3 Ustd / Preis 5 Euro / Kurs 77-B2

Theresa M. Bullmann . Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg, mehr als diplomatische Beziehungen zwischen Staaten, mehr als die Ruhe der sogenannten «öffentlichen Ordnung». Frieden ist etwas, das entsteht durch aktive Gestaltung des Zusammenlebens von Menschen. Es gibt viele verschiedene Methoden und Hilfestellungen, wie Menschen Konflikte selber und anders regeln können, und dadurch die Gesellschaft grundlegend hin zu einer friedlicheren verändern. Viele kennen vielleicht die «Streitschlichtung» aus der Schule.

Fünf verschiedene Ansätze werden vorgestellt: Der Lovestorm als Reaktion auf und Wendung von Hetze in den Sozialen Medien, die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg, die Mediation als friedvolle Methode der Konfliktaustragung, Restorative Justice als heilende und wiedergutmachende Form der Bewältigung schmerzhafter Konflikte bzw Unrecht, sowie die Friedensdienste als Form des Menschenrechtsaktivismus.

Die Bundeswehr wirbt für´s Töten und Sterben. Wir werben für zivile Konfliktlösungen.

Theresa M. Bullmann ist Fachjournalistin für Restorative Justice, ausgebildete Mediatorin und langjährige politische Aktivistin. Eine friedliche Gesellschaft stellt sie sich nicht als harmonietriefendes Paradies vor, sondern als eine sozial gerechte Gesellschaft, in der alle Menschen gleichwürdig und gleichberechtigt sind und gewaltfreie Konfliktaustragung eine Selbstverständlichkeit ist, so dass Konflikte als Chance für Veränderung und Entwicklung anstatt als Bedrohung wahrgenommen werden.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der DFG/VK Gruppe Köln und dem «Alois Stoff Bildungswerk der DFG-VK NRW».

 

 

Kölner Friedensforum
Jeden 1. Mittwoch im Monat / 20.00 – 22.15 Uhr
Friedensbildungswerk Köln / Teilnahme kostenlos / Kurs 77-H1

Elvira Högemann . Der Kriegseinsatz der Bundeswehr im Ausland gilt fast schon als normal, widerspricht aber ihrem im Grundgesetz definierten Auftrag: Verteidigung. Militarisierung findet aber auch im Inland statt, in Schulen und Universitäten.

 

 

PAX AN! Arbeitskreis Frieden Köln
Jeden 1. & 3. Donnerstag im Monat / 20.30 – 22.30 Uhr
Allerweltshaus, Körnerstr. 77, Köln-Ehrenfeld / Teiln. kostenlos / Kurs 77-N2

Rolf Noack . Friedensarbeit kann nur in einem weiten Rahmen gesehen werden. Das ist der Ansatz dieser Veranstaltungsreihe: den Blick vom Militärischen zu erweitern und eine friedenspolitische Fragestellung aktueller Themen einzubringen.

 

 

Friedensinitiative Sülz-Klettenberg
Jeden Montag / 20.30 – 22.30 Uhr
Tersteegenhaus, Emmastr. 6, Köln-Sülz / Teilnahme kostenlos / 77-S10

Angelika Stroth . Wir beschäftigen uns mit der Rolle der Bundeswehr (Auslandseinsätze) sowie der zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft. Schwerpunkte werden auch sein: Entwicklung im Nahen Osten (Syrien, Israel/Palästina, Iran), Afghanistan und der Ukraine.

 

 

Friedensarbeit im Stadtteil Mülheim
Jeden 1. Montag / 20.00 – 22.15 Uhr
Ev. Kirchengemeinde, Wallstr. 93, Köln Mülheim / Teiln. kostenlos / Kurs 77-F3

Harald Fuchs . Nach der Devise «Global denken, lokal handeln» setzen wir uns in Köln-Mülheim für die Sicherung des Friedens ein und überlegen, wie wir uns gemeinsam für dieses Ziel im Stadtteil betätigen können.

 

 

Bewegte Welt

 

Unser GRUNDGESETZ und die ersten zwanzig Artikel.

Sie sind es wert, betont zu werden. Von KünstlerInnen und Prominenten. Zu hören auf WDR3

 

«Reden gegen Hass»

Im Radio zu hören: Woher kommt dieser Hass, und wie kann man damit umgehen? Stecken hinter der Verrohung Ängste, die man ernstnehmen muss? Das Lebenszeichen auf WDR3 /WDR5 begleitet Menschen, die an den Dialog glauben. Daran, dass es sich lohnt, anderen zuzuhören und sie zu respektieren. Ali Can hat eine «Hotline für besorgte Bürger» gegründet. Als «Migrant des Vertrauens» spricht er mit jedem, der anruft, und nimmt ihn ernst. Roland Schüler leitet das Kölner Friedensbildungswerk, hat zahlreiche Mediationen geleitet und ist erfahren im Gespräch mit so genannten «Wutbürgern». Was kann man mit Empathie und Verständnis erreichen? Und hilft reden auch irgendwann nicht weiter?
Die Sendung am Di 03.10.2017 auf WDR3 / WDR5

 

Peter Steudtner

Mit Freude haben wir vernommen, dass unser Freund Peter Steudtner und seine KollegInnen aus der Haft entlassen worden sind. Weiterhin droht ihnen eine Verurteilung, weil die Anklage noch besteht.
Und weiterhin sind unschuldige Menschen in türkischen Haftanstalten.

 

Neue Broschüre

Die AfD in Köln - eine Partei am rechten Rand

Beleuchtet werden Entstehungsgeschichte und Entwicklung, Strategie und Programmatik der AfD. Der Kreisverband Köln und die «Junge Alternative» werden unter die Lupe genommen, sowie die Arbeit der AfD-Fraktion im Kölner Stadtrat. Gutes Hintergrundmaterial für die Arbeit gegen Rechts.
Die AfD in Köln – eine Partei am rechten Rand.
16-seitige Broschüre.
Ab sofort kostenlos (gg. Portokosten & Spende) beziehbar beim Jugendclub Courage Köln e.V. Bestellung über: info@jc-courage.de

 

Aufarbeitung Atommüll

Auf der Tagung der evangelischen Akademie Loccum zur Endlagersuche für den Atommüll im Juni 2017 hat Roland Schüler einen Vortrag zur Vergangenheitsbewältigung gehalten. Der Text wird demnächst im Tagungsband erscheinen. >> Hier vorab das PDF

 

Silvesternacht 2015/16/17

Die Ereignisse der Silvesternacht haben einen Kreis von Menschen zusammengebracht, die einen eigenen Impuls setzen wollen. Sie wollen die Diskussion auf die eigentlichen Themen von sexueller Gewalt und Einwanderungsgesellschaft zurückführen.
Impulse für eine Diskussion in der Stadtgesellschaft - >> das Papier als PDF «Impuls für eine Stadtgesellschaft»
>> Ein Kommentar von Wolfgang Uellenberg-van Dawen in der Wissenschaft & Frieden als PDF «Die Würde des Menschen»
>> Link zu Lila-in-Koeln
>> Link zu #ausnahmslos

>> Franco Clemens aus unserem Impulskreis hat eine erste Einschätzung zur Frage von Silvester 2017 geschrieben: «Warum so viele Flüchtlinge Silvester nach Köln kamen». Hier der Link zur Rheinischen Post.

>> Elke Steven vom Komiteee für Grundrechte und Demokratie hat die aktuelle Silvesternacht in Köln kommentiert. Zu finden unter www.grundrechtekomitee.de

 

»Adopt a Revolution:

Den syrischen Frühling unterstützen«. So heißt die Kampagne, die Geld und Paten/ Patinnen für die gewaltfreie syrische Bewegung zur Unterstützung sammelt. Mehr Info unter www.adoptrevolution.org

 

 

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