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Krieg & Frieden

 

Das Friedensbildungswerk Köln ist in den 1980er Jahren von Mitgliedern der Friedensbewegung gegründet worden. Bis heute bildet der Friedensgedanke das inhaltliche Gerüst unserer Bildungsarbeit für Erwachsene. Entsprechend finden sich Themen rund um Krieg und Frieden auch in unserem Programm wieder.

 

1917 – 2017 / 1. Weltkrieg: Ursachen, Wirkungen, Verlauf, Folgen:

 

 

Rund um Krieg und Frieden:

 

 

1917 – 2017
Das Friedensbildungswerk wird den 1. Weltkrieg begleiten und bis zum Waffenstillstand 1918 die Ursachen, die Wirkungen, den Verlauf und die Folgen betrachten. Unter diesem Programmpunkt finden Sie / findest Du die aktuellen Veranstaltungen.

Soldaten bei Ypern, Oktober 1917 Quelle: wikipedia.org

 

 

Die Februarrevolution 1917 - Auftakt zum Ende des Ersten Weltkriegs

Mo 06.03.2017 / 19.00 – 21.45 Uhr / Friedensbildungswerk / Preis 5 Euro / 3 Ustd / Kurs 75-F1

Arbeiterdemonstration in Petrograd 1917. Quelle: Wikipedia

Diana Siebert . Vor hundert Jahren wurde das Russische Reich von Streiks und Demonstrationen erschüttert. Die Menschen hungerten im dritten Kriegsjahr. Der Schrei nach Brot führte zu Plünderung von Lebensmittelläden und innerhalb weniger Tage am 8. März 1917 zur Abdankung des Zaren. Eine neue Provisorische Regierung und die Duma bereiteten allgemeine Wahlen vor. In zunehmender Konkurrenz beanspruchten auch die Räte (Sowjets) die Macht im Lande. Nichtrussische Nationen - Finnland, Polen, Ukraine bereiteten eigene Staatsgründungen vor.
Die Armeeführung konnte bald keine militärischen Operationen mehr organisieren. Zu viele Soldaten desertierten. Nachdem die bolschewistische Partei unter Lenin, Trotzki und Stalin die Mehrheit in den Sowjets hatte, begannen sie einen erfolgreichen Umsturz ("Oktoberrevolution"). Sie hatten viele Menschen hinter sich, die in dem Krieg keinen Sinn (mehr) sahen. An der Frontlinie verbrüderten sich Soldaten aus dem Russischen und dem Deutschen Reich. Nicht nur deshalb begann mit der Februarrevolution das Ende des Ersten Weltkriegs. Das muss endlich gewürdigt werden, findet unsere Referentin.

Im Herbst wird Diana Siebert auch zur Oktoberrevolution zu Gast in unserem Hause sein.

Diana Siebert, (www.d.diana-siebert.de) lehrt an der Universität Siegen. Sie war vormals Geschäftsführerin des Lew Kopelew Forums und der Kölner Grünen und forscht über "Herrschaftstechniken im Sumpf und ihre Reichweiten" im belarussisch-ukrainischen Grenzgebiet Polesien von 1914 bis 1941.

>> Mehr Infos zu ihrem Forschungsprojekt "Herrschaftstechniken im Sumpf und ihre Reichweiten, 1914-1941" am Herder-Institut.

 

 

 

Der Matrosenaufstand 1917 – Das Schicksal von Max Reichpietsch und Albin Köbis

Mo 04.09.2017 / 19.00 – 21.45 Uhr / Friedensbildungswerk / Preis 5 Euro / 3 Ustd / Kurs 76-R3

Christoph Regulski . Vor hundert Jahren wurde das Deutsche Reich von einem Matrosenaufstand und Demonstrationen erschüttert. Der Krieg war 1917 aussichtslos, die Menschen in der Heimat hatten einen schweren Hungerwinter hinter sich. Auf den Kriegsschiffen gab es noch die Ständegesellschaft in scharfer Ausprägung. Gegen diese Schikanen, die ungleiche Verpflegung von Offizieren und Matrosen wehrten sich seit Frühjahr 1917 die Matrosen. Am 02. August 1917 verweigerten 600 Matrosen des Großkampfschiffes "Prinzregent Luitpold" den Dienst und verließen eigenmächtig das Schiff. Diese erste Matrosenbewegung wurde zunächst zerschlagen, doch der Keim war gelegt.

Albin Köbis und Max Reichpietsch waren zwei der vielen engagierten Matrosen. Ihr Schicksal ist mit Köln verbunden. Beide wurden als "Haupträdelsführer" zum Tode verurteilt. Die Hinrichtung sollte weit weg von der Küste geschehen und wurde in der Kaserne in Köln-Wahn vollzogen.
Christoph Regulski hat das Schicksal der Beiden und den Matrosenaufstand in dem Buch "Lieber für die Ideale sterben, als für die sogenannte Ehre fallen" gewürdigt und ist als Referent geladen.

Dr. Christoph Regulski ist promovierter Historiker, der sich als Kenner des deutschen Kaiserreichs und des 1. Weltkrieges profiliert hat. Er ist Autor von mehreren Büchern zur Geschichte.

 

 

Rund um Krieg und Frieden:

 

 

Köln und der Krieg. Leben | Kultur | Stadt (1940–1950)

Do 09.02.2017 /19.30 – 21.45 Uhr / Friedensbildungswerk / Preis 5 Euro / 3 Ustd / Kurs 75-M1

Quelle: Walter Dick Archiv

Reinhard Matz und Wolfgang Vollmer . Nach dem großen Erfolg von Köln vor dem Krieg und Köln nach dem Krieg legen Reinhard Matz und Wolfgang Vollmer nun den mittleren Band der Trilogie vor. Auch dieses Buch stellen die Beiden – wie es gute Tradition ist – im Friedensbildungswerk vor und berichten über ihre Arbeit an diesem Bildband.
Damit schließt sich die Lücke der 1940er-Jahre, in denen der nationalsozialistische Terror und der Bombenkrieg Nächte im Luftschutzbunker erzwangen, Rettung der letzten Habseligkeiten, Verletzte und Tote. 262 Luftangriffe machten aus Köln eine Trümmerlandschaft. Aber gegen alle Kriegsklischees fand der Alltag statt: Rudervergnügen im Stadtwald, Weihnachtsfeiern und seilspringende Kinder. Kino und Theater erreichten Besucherrekorde, und in den Brauhäusern schmeckte nach wie vor das Bier. Kaum vorstellbar schien Kölns Wiederaufbau im März 1945 und gelang mit alliierter Hilfe dann doch.

Mehr als 300 überwiegend unbekannte Bilder erinnern an den tiefsten Einschnitt der Stadtgeschichte und verdeutlichen, wie das Leben im Krieg aus der Stadt floh und nach dem Zusammenbruch langsam zurückkehrte. Zwölf Textbeigaben von Zeitungsberichten und literarischen Zeugnissen der Zeit ergänzen das Epochenbild.

Reinhard Matz studierte nach eine Fotografenlehre Philosophie, Germanistik und Medienwissenschaft. Er arbeitet als freier Fotograf, Autor, Ausstellungsmacher und wissenschaftliche Mitarbeiter für verschiedene Museen. Wolfgang Vollmer studierte Geodäsie und Künstlerische Fotografie. Er arbeitet mit Fotografie als Künstler, Dozent, Kurator und Sammler und lebt seit 1975 in Köln.

 

 

Frieden auf Erden?

Friedenspolitik und Kriegstreiben der Protestanten im Rheinland
Do 16.02.2017 / 19.30 – 21.45 Uhr / Friedensbildungswerk / Preis 5 Euro / 3 Ustd / Kurs 75-S13

Klaus Schmidt . 500 Jahre Protestanten in Köln – 500 Jahre Protestanten im Rheinland. Ein Jubiläum wird gefeiert im großen Lutherjahr. Das Friedensbildungswerk wirft einen Blick auf das Spannungsverhältnis von Frieden und Krieg im Protestantismus. Anhand von Persönlichkeiten in Köln und im Rheinland wird anschaulich von Klaus Schmidt aufgezeigt, wer sich engagiert für den Frieden einsetzte und wer die Bibel mit dem Krieg zusammenbrachte.

Klaus Schmidt beschreibt in seinem 2015 erschienenen Buch "Aufstieg einer Minderheit – 500 Jahre Protestanten in Köln" zahlreiche Portraits und gibt so dem Protestantismus ein Gesicht – oder gleich viele. So wie es bei der Frage von Krieg und Frieden im Protestantismus beide Haltungen gab.
Klaus Schmidt ist Historiker und Autor, war langjähriger Berufsschul- und Studentenpfarrer, aktiv als Menschenrechtler und in der Friedensbewegung.
Er verfasste zahlreiche Bücher über Köln und die rheinische Demokratiebewegung des 19. Jahrhunderts.

 

 

Kölner Friedensforum
Jeden 1. Mittwoch im Monat / 20.00 – 22.15 Uhr
Friedensbildungswerk Köln / Teilnahme kostenlos / Kurs 75-H1

Elvira Högemann . Der Kriegseinsatz der Bundeswehr im Ausland gilt fast schon als normal, widerspricht aber ihrem im Grundgesetz definierten Auftrag: Verteidigung. Militarisierung findet aber auch im Inland statt, in Schulen und Universitäten.

 

 

PAX AN! Arbeitskreis Frieden Köln
Jeden 1. & 3. Donnerstag im Monat / 20.30 – 22.30 Uhr
Allerweltshaus, Körnerstr. 77, Köln-Ehrenfeld / Teiln. kostenlos / Kurs 75-N2

Rolf Noack . Friedensarbeit kann nur in einem weiten Rahmen gesehen werden. Das ist der Ansatz dieser Veranstaltungsreihe: den Blick vom Militärischen zu erweitern und eine friedenspolitische Fragestellung aktueller Themen einzubringen.

 

 

Friedensinitiative Sülz-Klettenberg
Jeden Montag / 20.30 – 22.30 Uhr
Tersteegenhaus, Emmastr. 6, Köln-Sülz / Teilnahme kostenlos / 75-S10

Angelika Stroth . Wir beschäftigen uns mit der Rolle der Bundeswehr (Auslandseinsätze) sowie der zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft. Schwerpunkte werden auch sein: Entwicklung im Nahen Osten (Syrien, Israel/Palästina, Iran), Afghanistan und der Ukraine.

 

 

Friedensarbeit im Stadtteil Mülheim
Jeden 1. Montag / 20.00 – 22.15 Uhr
Ev. Kirchengemeinde, Wallstr. 93, Köln Mülheim / Teiln. kostenlos / Kurs 75-F3

Harald Fuchs . Nach der Devise »Global denken, lokal handeln« setzen wir uns in Köln-Mülheim für die Sicherung des Friedens ein und überlegen, wie wir uns gemeinsam für dieses Ziel im Stadtteil betätigen können.

 

 

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Bewegte Welt

 

Irene Franken Alternative Ehrenbürgerin von Köln

Das Friedensbildungswerk gratuliert Irene Franken vom Frauengeschichtsverein sehr herzlich zur Alternativen Ehrenbürgerin von Köln.
Unsere nächste gemeinsame Veranstaltung mit dem Frauengeschichtsverein ist am Montag 09.01.2017. Mehr Informationen unter Politik & Gesellschaft

 

Sonderheft Mediation

Anfang Mai erscheint das Sonderheft von «Spektrum der Mediation» und «Perspektive Mediation» mit dem Schwerpunktthema Mediation und Flüchtlinge. Dieses Heft wird herausgegeben von allen großen Mediationsverbänden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Roland Schüler hat dort einen Beitrag verfasst: «Mediation, Runder Tisch und Dialog – kann mit Pegida, AFD und anderen Rechtspopulisten geredet werden?»
Das Heft kann über mediationaktuell.de bezogen werden.

 

Ereignisse der Silvesternacht

Die Ereignisse der Silvesternacht haben einen Kreis von Menschen zusammengebracht, die einen eigenen Impuls setzen wollen. Sie wollen die Diskussion auf die eigentlichen Themen von sexueller Gewalt und Einwanderungsgesellschaft zurückführen.
Impulse für eine Diskussion in der Stadtgesellschaft - >> das Papier als PDF «Impuls für eine Stadtgesellschaft»
>> Ein Kommentar von Wolfgang Uellenberg-van Dawen in der Wissenschaft & Frieden als PDF «Die Würde des Menschen»
>> Link zu Lila-in-Koeln
>> Link zu #ausnahmslos

 

WIR. MACHEN. KRIEG.  
Kölner Anti/Militäratlas

Endlich liegt er vor: der Kölner Anti/Militäratlas, erstellt von der Gruppe «Bundeswehr - wegtreten!»
Mehr lesen ...

 

Energiewende und Konfliktlösung

Für den EnergieDialog.NRW hat Roland Schüler ein Interview zu Mediation in der Energiewende gegeben.

Das Interview unter energiedialog.nrw.de

 

»Adopt a Revolution:

Den syrischen Frühling unterstützen«. So heißt die Kampagne, die Geld und Paten/ Patinnen für die gewaltfreie syrische Bewegung zur Unterstützung sammelt. Mehr Info unter www.adoptrevolution.org

 

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