Politik & Gesellschaft

 

Die Frage nach Krieg und Frieden geht weit über militärische Konflikte hinaus. Für den inneren Frieden unserer Gesellschaft ist zum Beispiel auch wichtig, wie Politiker mit unseren Daten umgehen, inwieweit sie Bürger an Entscheidungen beteiligen und was wir aus der Geschichte lernen. Zu solchen Themen bieten wir Diskussionsveranstaltungen, Bildungsurlaube und Vorträge.
>> Fotos und weitere Informationen über die KursleiterInnen finden Sie in der Rubrik Dozentinnen & Dozenten.

 

Liste Veranstaltungsreihe «Einwanderungsland Deutschland»

 

Thema «Ein neues Wir»

 

Politik & Gesellschaft - allgemeines Programm:

 

Veranstaltungsreihe »Einwanderungsland Deutschland«

 

 

Einwanderungsland Deutschland
Gekommen, um zu bleiben!?

Das neue Wir

Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen mit weiteren Dozent_Innen . Eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe aus den letzten Jahren.
Die bedeutenden Bildungswerke in Köln tragen diese Veranstaltung: VHS-Köln, Katholisches Bildungswerk, Melanchthon-Akademie und das Friedensbildungswerk Köln sowie der Runde Tisch für Integration.

                

 

 

Die Veranstaltungsreihe wird im Frühjahr 2017 unter dem Titel "Das neue Wir" fortgesetzt:

 

Zusammenleben in einer globalisierten Stadtgesellschaft

Das neue Wir

Wer die Entwicklung im urbanen Raum, nicht nur in Deutschland, aufmerksam beobachtet, wird erkennen, dass wir hier schon seit geraumer Zeit einer Vielfalt von Lebenswelten begegnen, die mit der Entwicklung der Globalisierung einhergeht. Folgerichtig sollten daher auch konventionelle Konzepte des Zusammenlebens in den Städten überdacht bzw. neugestaltet werden. Dabei geht es um Diversität und Mobilität, um Leben und Wohnen, Erziehung und Bildung, aber auch um einen gesellschaftlichen Paradigmenwechsel. In einer neuen Veranstaltungsreihe wollen wir (Friedensbildungswerk, Katholisches Bildungswerk, Melanchthon-Akademie, Runder Tisch für Integration, VHS Köln) dem nachgehen und über das neue Wir, das neue Köln sprechen.

>> Der Flyer mit allen Veranstaltungen hier als PDF

 

Auf welchen Werten bauen wir auf?

Do 07.09.2017 / 19.30 – 21.00 Uhr / DOMFORUM, Katholisches Bildungswerk Domkloster 3, 50667 Köln, U-Bahn Dom/Hauptbahnhof / Teilnahme kostenlos / Kurs 75-U1

Dani Kranz, Armin Wildfeuer, Aziz Fooladvand . Die Fragen sind nicht neu, haben aber höchste Aufmerksamkeit verdient: Auf welchem Werte-Fundament kann eine Gesellschaft stehen, die durch große Vielfalt geprägt ist? Fragen nach Freiheit und Demokratie, nach Rollenbildern von Mann und Frau, nach Beteiligung und Teilhabe gilt es zu diskutieren. Verständigung über Wertefragen ist für das Zusammenleben in zunehmender Diversität notwendig: Gibt es eine große Schnittmenge oder zumindest einen kleinen gemeinsamen Nenner?

Dr. Dani Kranz, Anthropologin
Prof. Dr. Armin Wildfeuer, Katholische Fachhochschule Köln, Philosophie (insbes. Ethik, Anthropologie und Sozialphilosophie/Politische Philosophie)
Dr. Aziz Fooladvand ist Menschenrechtsaktivist und Lehrer in Bonn-Tannenbusch. Über seine Arbeit ein Bericht im Bonner Gerneralanzeiger vom 26.04.2016

>> Ankündigung als PDF

 

 

Interkulturalität in der frühkindlichen und schulischen Bildung

Gemeinsam aufwachsen

Mi 18.10.2017 / 19.30 – 21.00 Uhr / Melanchthon-Akademie, Kartäuser Wall 24b, 50578 Köln, Nähe Chlodwigplatz / Teilnahme kostenlos / Kurs 76-U1

Ursula Boos-Nünning, Claudia Steinberg . "Hier gibt es keine Ausländer, hier sind nur Kinder"- diese inzwischen weit verbreitete Antwort eines vierjährigen Kindes auf die Frage, ob es Flüchtlingskinder in seiner Kita gibt, beschreibt das vorrangige Ziel von Interkulturalität in der frühkindlichen und schulischen Bildung sein. Gleichheit – das bedeutet Zuschreibungen zu vermeiden. Weder Name, noch Herkunft und schon gar nicht das Aussehen rechtfertigen Zuschreibungen zur kulturellen oder sonstigen "Typischen Verhaltensweisen". Junge Menschen dürfen nicht durch Zuschreibungen von Anderen zu dem gemacht werden, was sie nicht sind. Die besondere Herausforderung interkultureller Pädagogik liegt daher in der Sensibilität, dem Wissen und auch der Erfahrung im Umgang mit der Vielfalt der Lebensbedingungen und Lebensweisen von Kindern, Heranwachsenden und ihren Familien. Sie sind heute eine der wesentlichen Bedingungen für eine erfolgreiche Förderung und Bildung. Die Ankunft von mehr als 300 000 Kindern und Jugendlichen, die mit oder ohne ihre Familien nach Deutschland geflüchtet sind, stellt ganz andere und neue Anforderungen. Ihnen muss wie allen anderen Kindern und Jugendliche auch, gleiche Teilhabe an Bildung, guter Arbeit und gutem Leben in unserer Gesellschaft ermöglicht werden.
Wie dies in Theorie und Praxis der frühkindlichen wie der schulischen Bildung diskutiert und verwirklich werden kann und wird, ist Thema dieser Veranstaltung.

Referentinnen:
Claudia Steinberg, Geschäftsführerin Arbeitskreis Ausländisches Kind, Köln
Ursula Boos Nünning, Professorin Universität Duisburg – Essen

>> Ankündigung als PDF

 

 

Das Grundgesetz als Basis einer inklusiven und demokratischen Gesellschaft

Wir sind das Volk und ich bin Volker*in

Di 21.11.2017 / 19.00 – 20.30 Uhr / FORUM Volkshochschule im Kulturquartier am Neumarkt, Cäcilienstraße 29-33, Köln-Neumarkt / Teilnahme kostenlos / Kurs 76-U1

Christiane Woopen, Ayse Tekin . Wir sind das Volk – damit forderten die Demonstrierenden in der DDR des Herbstes 1989 Selbstbestimmung und Demokratie ein. Seit dem Herbst 2015 steht dieser Ruf für die rassistische, nationalistische und antidemokratische PEGIDA in Dresden und anderswo. Volk so ihre Protagonisten sind das was sie darunter verstehen, - Ausländer, Migranten und Flüchtlinge aber ebenso demokratische Parteien, die Medien und vieles andere werden zu Volksfeinden erklärt und bekämpft. Vornehmer kommt da der Anspruch auf eine deutsche Leitkultur daher, die sich auf eine deutsche Identität auf Grund von Sprache, Kultur, Umgangsformen, Werten und einer gemeinsamen Geschichte beruft. Die Kehrseite ist auch hier die Abwertung der Anderen, die sich um die Integration in eine weitgehend als homogen gedachte Gesellschaft zu bemühen haben. Auch die Idee einer demokratischen Leitkultur gerät in Gefahr, einseitig Normen zu setzen und damit auszugrenzen. Dabei reichen das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Menschenrechte völlig aus, um die Regeln und Gesetze des Zusammenlebens der Menschen in einer Gesellschaft der Vielfalt zu bestimmen. Die Würde des Menschen ist unantastbar, dieses Gebot bindet rechtsstaatliches Handeln und verpflichtet auch jeden Einzelnen im Umgang mit den anderen in dieser Gesellschaft. Zudem verpflichtet das Sozialstaatsgebot zur Realisierung gleicher Freiheitsrechte und soll die Würde des Menschen in der Arbeits-und Lebenswelt zur Geltung bringen. Wie das Grundgesetz und vor allem die Grundrechte nicht nur das Verhältnis der Menschen in Deutschland zum Staat, sondern auch als ethische Normen die Gesellschaft bestimmen ist Thema der Veranstaltung.

Prof. Christiane Woopen, Vorsitzende des Europäischen Ethikrates (angefragt)
Ayse Tekin, (ver.di) Vorsitzende Gesamtpersonalrat Deutsche Welle

>> Ankündigung als PDF

 


 

Eine Übersicht über die bisher stattgefundenen Vorträge mit Materialien:

 

>> Der Vortrag von Wolfgang Uellenberg van Dawen zu Flucht und Einwanderung als PDF

>> Den Vortrag von Michaelle Nintcheu zu »Arbeitkraft Migration - die Interessen der Wirtschaft - die Interessen der Einwanderer« vom 15.04.2015 finden Sie hier als PDF


Mi 20. Mai 2015
Vom Recht auf innere Sicherheit zu einem gestaltenden Einwanderungsrecht
Claus Ulrich Prölß (Kölner Flüchtlingsrat) und Dagmar Dahmen (Leitung Ausländeramt der Stadt Köln)


Mi 10. Juni 2015
Fluchtursachen – Fluchtwege – Flüchtlingspolitik
Klaus Jünschke

>> Der Vortrag von Klaus Jünschke hier als Tondokument

>> Seine Vortragsnotizen mit den Informationen zu den Herkunftsländern sind hier zu finden

>> Seinen ausführlichen Vortrag aus 2008 als PDF hier

 

Di 10. Mai 2016

Was ist los am Horn von Afrika

>> Bericht von der Veranstaltung als PDF hier

 

Ein Interview mit Frank Dörner, dem Referenten für den 15.12. zum Grenzregime im Mittelmeer.

>> «Man kann nur absolute Basisnothilfe leisten» Interview mit Frank Dörner auf aerzteblatt.de vom 08.10.2015

Lesehinweis auf taz.de:

>> «Freiwillige-Helfer-retten-Fluechtlinge»

 

 

 

Politik & Gesellschaft - allgemeines Programm

 

 

Filmvorführung

«The Black Day in White Cross Camp»

So 24.09.2017 / 13.30 Uhr / Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln / 1 Ustd / Preis 7 Euro (5 Euro) (ermäßigt) / Kurs 76-F4

THE BLACK DAY IN WHITE CROSS SQUARE ist ein Dokumentarfilm über den letzten Tag des Refugee-Camps auf dem Weißekreuzplatz in Hannover. Um gegen ihre drohende Abschiebung zu protestieren, hielten Geflüchtete aus dem Sudan zusammen mit UnterstützerInnen den Platz fast zwei Jahre lang besetzt. Mit dem Camp wollten die SudanesInnen auf ihren ungesicherten Status in Deutschland und die politische Lage in ihrem Heimatland aufmerksam machen. AnwohnerInnen und Stadt duldeten die demonstrative Besetzung zunächst. Aber als die meisten Beteiligten den Platz verließen, um an einem Gespräch mit dem Bezirksbürgermeister über ihre Zukunft teilzunehmen, riegelte die Polizei das Camp ab und begann mit der gewaltsamen Räumung. Abbas Yassin war mit der Kamera dabei, Maissara Saeed protestierte als Sprecher des Camps dagegen.
Der Vorfilm NYERKUK zeigt am Beispiel des 12-jährigen Adam, dessen Familie in einen Luftangriff gerät, warum Menschen aus dem Sudan zu fliehen versuchen. Der Junge kann dort nur durch Diebstähle überleben und gerät dadurch in die Fänge des Gangsters Mazda...
In Anwesenheit der Regisseurs Abbas Yassin & des Aktivisten Maissara Saeed
Moderation: Albrecht Kieser (recherche international e. V.)
In Kooperation mit dem Afrika-Filmfestival, recherche international e. V. und kein mensch ist illegal.

 

NYERKUK
Regie: Mohamed Kordofani; Sudan 2016; OF m. engl. UT; digital; 19 min.
THE BLACK DAY IN WHITE CROSS SQUARE
Regie: Abbas Yassin; Deutschland/Sudan 2017; dt. Fassung m. engl. UT; digital; 60 min.

 

>> Wichtige Links zum Afrikafilmfestival:

Programmheft
Programmheft überregional
Trailer
Afrika Film Festival (Facebook-Event)
Austellung ANGOLA CINEMAS (Facebook-Event)

 

 

 

Podiumsdiskussion

«Der Überbürgermeister»

Konrad Adenauer - Kölner Lichtgestalt und Autokrat

Di 07.11.2017/ 19:30 – 21.30Uhr / Karl Rahner Akademie, Jabachstraße 4-, 50667 Köln / 3 Ustd / Teilnahme kostenlos/ Kurs 76-A3

In Deutschland herrschten noch Kaiser und Krieg. Damals, vor 100 Jahren, wurde Konrad Adenauer zum Kölner Oberbürgermeister gewählt. Arbeiter- und Soldatenräte wollten Monarchie und Bourgeoisie entmachten, doch in Köln blieb es relativ ruhig. Ein Verdienst des damaligen Oberbürgermeisters? Der Grüngürtel, der Neubau der Universität, die Ansiedlung von Ford, die Mülheimer Brücke - in den Augen der Kölnerinnen und Kölner hat Adenauer Köln nach dem Ersten Weltkrieg wieder nach vorn gebracht. Bis zu seiner Entmachtung durch die Nazis galt Adenauer als der «König von Köln», nicht zuletzt, weil er die Stadt auch autokratisch regierte. Kann Adenauer als Ikone gesehen werden – zunächst einer Stadt, dann der ganzen Westrepublik? An dem Abend diskutieren

  • Dr. Corinna Franz, Geschäftsführerin des Adenauerhauses in Rhöndorf,
  • Dr. Werner Jung, Historiker, Direktor des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln,
  • Prof. Dr. Hanns Jürgen Küsters, Leiter Hauptabteilung Wissenschaftliche Dienste/Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.,
  • Dr. Werner Rügemer, investigativer Journalist und Autor,
  • Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen, Historiker, ehem. DGB-Vorsitzender von Köln.

Moderation: Dr. Martin Stankowski.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW in Kooperation mit der Volkshochschule Köln und dem Friedensbildungswerk Köln

 

 

Verleihung des 9. Eine-Welt-Filmpreises NRW

Fr 10.11.2017 / 19.00 Uhr / Filmforum Museum Ludwig Köln, Bischofsgartenstraße 2, Köln-Altstadt, U-Bahn Dom/Hauptbahnhof / Teilnahme kostenlos / Kurs 76-E2

Zum 9. Mal verleiht eine unabhängige Jury im Rahmen des Fernsehworkshop Entwicklungspolitik den Eine-Welt-Filmpreis NRW, der vom Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen gestiftet wird und mit 5.000 €, 3.000 € und 1.500 € dotiert ist. Mit dem Preis werden die Arbeiten von AutorInnen gewürdigt, deren Filme für Probleme in Ländern des Südens sensibilisieren, die aber auch Ansätze zur Veränderung aufzeigen und einen Perspektivenwechsel ermöglichen.
Das Friedensbildungswerk ist seit 2015 im Unterstützerkreis.
Die Preisträger:
1. Preis: Das grüne Gold (Dead Donkeys fear no Hyenas) von Joakim Demmer 2. Preis: MIRR – Das Feld von Mehdi Sahebi 3. Preis: #My Escape von Elke Sasses

Fr 10.11.2017 / 20.30 Uhr / Filmforum Museum Ludwig Köln, Bischofsgartenstraße 2, Köln-Altstadt, U-Bahn Dom/Hauptbahnhof / Teilnahme kostenlos / Kurs 76-E2

Filmvorführung des 1. Preises «Das Grüne Gold» mit anschließendem Gespräch
>> Mehr über die Filme und den Eine-Welt-Filmpreis NRW auf www.fernsehworkshop.de

 

 

Geschichte eines Ortes

Das Deportationslager 1941 – 1945 in Köln-Müngersdorf

Mo 13.11.2017 / 19.30 Uhr / Friedensbildungswerk / Teilnahme kostenlos, Spenden für das Projekt erwünscht / 3 Ust / Kurs 76-M1

Gedenkort in Müngersdorf mit dem Mahnmal (Simulation) von Simon Ungers.

Barbara Becker-Jáklí, Birte Klarzyk . Wer den Walter-Binder-Weg in Köln-Müngersdorf entlanggeht, sieht auf seiner Ostseite einen großen Findling. Seine Inschrift erinnert an das ab Ende 1941 dort befindliche Sammel- und Internierungslager für die von den Nationalsozialisten als jüdisch verfolgte Bevölkerung aus Köln und der Umgebung und an das Schicksal der Menschen, die vor ihrer Deportation in den Ghettos und dem Vernichtungslager an diesem Ort leben mussten.

Das Deportationslager im Äußeren Grüngürtel wurde im Winter 1941 auf dem Gelände des ehemaligen Fort V errichtet, das einst Teil des preußischen Befestigungsrings war. Nachdem die halbverfallene Kaserne des Forts notdürftig saniert und um ein Barackenlager im Nordwesten der Anlage erweitert worden war, diente das Areal zwischen Anfang 1942 und Ende 1943 als Sammellager für den Großteil der ca. 5.500 jüdischen Bürger und Bürgerinnen aus Köln sowie aus den umliegenden Gemeinden. Die räumliche Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung in Köln, die seit Ende der 1930er Jahre immer weiter vorangetrieben worden war, hatte damit ihren Höhepunkt erreicht.

Die Mehrheit der Bewohner des Lagers lebte dort über Wochen und Monate unter schlechtesten Bedingungen. Neben der fehlenden Infrastruktur wirkte sich hierbei auch die konstante Überfüllung des Lagers gravierend auf die Lebensumstände aus.
Für viele der Internierten war es der letzte Wohnort in der Stadt vor ihrer Deportation.
Ab September 1944 diente ein Teil des Lagers zur Internierung jüdischer Frauen und Männer aus Ehen mit einem nichtjüdischen Partner sowie sogenannter «Mischlinge».
Etwa zur gleichen Zeit war ein «Arbeitserziehungslager» der Gestapo in einem anderen Bereiche untergebracht.

Unmittelbar nach Kriegsende wurde das Barackenlager abgerissen, die verbliebenen Reste des Fort V wurden 1962 geschleift. Die Spuren der nationalsozialistischen Verfolgung an diesem Ort verloren sich damit vollständig, bis 1981 der Findling errichtet wurde.

Der Bürgerverein Müngersdorf hat Verantwortung für diesen Ort übernommen und plant einen besonderen Gedenkort. Aus dem Nachlass Simon Ungers wird ein Mahnmal gestiftet, das ein Teil des künftigen Gedenkortes sein wird.

Dr. Barbara Becker-Jáklí arbeitet sein 1988 am NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln. Birte Klarzyk ist dort als freie Mitarbeiterin tätig und promoviert über die räumliche Segregation der jüdischen Bevölkerung in Köln und Umgebung zwischen 1938 und 1944.

 

 

Film und Filmgespräch

«Mit Jesus auf die Barrikaden»

Fr 01.12.2017 / 19.00 - 22.00 Uhr / ESG, Bachemer Straße 28, 50931 Köln (Höhe Universitätsstraße)/ 3 Ustd / Teilnahme kostenlos / Kurs 76-J1

Dorian Raßloff, Jörg Heimbach . «Diese Wirtschaft tötet». AktivistInnen von Blockupy zitieren Papst Franziskus. ChristInnen im linken Protest? Das ist keine neue Erscheinung: Am 2. Juni 2017 jährte sich zum 50. Mal der Todestag von Benno Ohnesorg, erschossen von dem Polizisten Karl-Heinz Kurras auf der Demonstration in Berlin (West) gegen den Schah von Persien. Sein Tod radikalisierte die damalige Protestgeneration. Ohnesorg gehörte zu den stark in der 68er-Bewegung engagierten «Evangelischen Studierendengemeinde» (ESG). Für den Wortführer der Proteste Rudi Dutschke sowie für die TheologInnen Dorothee Sölle und Prof. Helmut Gollwitzer war Jesus ein revolutionäres Vorbild. Können Jesus und die 68er auch heute Menschen dazu inspirieren, für eine bessere Welt aufzustehen?

Aus einem ganz neuen Blickwinkel heraus behandelt der Film die 68er-Bewegung. Der Verlust in unseren Erinnerungen an die wichtige Bedeutung von christlichen VertreterInnen und ihren Werten in dieser befreienden Epoche würde eine Lücke hinterlassen. Und gerade in der heutigen Zeit sind die Ideale des Engagements für eine global gerechte Welt wieder aktueller denn je.

Mit Filmausschnitten aus der Zeit und Interviews mit Eva Quintorp, Katja Ebstein, Gretchen Dutschke-Klotz, Fulbert Steffensky, Pfarrer Helmut Gollwitzer, Konstantin Wecker nähert sich der Film den ChristInnen in der 68er-Revolte.
Dorian Raßloff, geb. 1984 in Berlin, seit seiner Schulzeit autodidaktisch dokumentarfilmisch tätig, seit 2014 Studium von Dokumentarfilm-Regie. Seit 2006 (damals Schauspiel- und Gesangsstudent) gehört er zur Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) in Berlin. Zusammen mit anderen aus der ESG initiierte er 2007 eine Gedenkveranstaltung zum 40. Todestag von Benno Ohnesorg und in den folgenden Jahren in der ESG einen 68er-Workshop, «Politische Nachtgebete», sowie Gemeindeabende zu gesellschaftspolitischen Themen.

Pfarrer Jörg Heimbach ist Kölner Studentenpfarrer an der ESG in Köln.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Evangelischen Studierendengemeinde in Köln

 

 

Die Situation der Menschenrechte in Kenia und die Arbeit von peace brigades international

Fr 08.12.2017 / 19.30 – 21.45 Uhr / Friedensbildungswerk Köln / 3 Ustd / Teilnahme kostenlos / Kurs 76-K5

peace brigades international in Kenia

Pia Ucar . peace brigades international (pbi) setzt sich seit 1981 für den Schutz der Menschenrechte ein und begleitet bedrohte Menschenrechtsverteidiger_innen in Krisen- und Konfliktgebieten. Seit 2013 arbeitet pbi in Kenia. Kenianische Menschenrechts­verteidiger_innen sehen sich zahlreichen Herausforderungen und Gefahren gegenüber, vor allem wenn sie in informellen Siedlungen (z.B. Elendsviertel) oder ländlichen Gebieten arbeiten oder zu brisanten Themen wie etwa Landrechte, Korruption oder Übergriffen durch die Polizei.

Pia Ucar war bis Februar 2017 für pbi in Kenia. Ihr Vortrag gibt einen Einblick in die Situation der Menschenrechte und insbesondere von Menschenrechtsverteidiger_innen in Kenia, sowie die politischen Rahmenbedingungen für die Menschenrechte in Kenia nach den Wahlen in diesem Jahr. Zudem wird die Arbeit von peace brigades international (pbi) in Kenia erklärt. Freiwillige und Fachkräfte des Zivilen Friedensdienstes (ZFD) unterstützen durch Schutzbegleitung, Advocacy und Capacity Development lokale Menschenrechtsverteidiger_innen in ihrem Bemühen um soziale Gerechtigkeit, Frauenrechte und Anerkennung von Landrechten.

Veranstaltet von


peace brigades international, Regionalgruppe Köln Bonn
www.pbideutschland.de

 

 

 

Regelmäßige Veranstaltungen:

 

 

Neue Arbeit – vor Ort in Köln-Mülheim
Jeden Mittwoch / 09.00 – 12.00 Uhr
INA, Düsseldorfer Straße 74, Köln-Mülheim / Teilnahme kostenlos / Kurs 76-I1

Heinz Weinhausen. «Neue Arbeit» steht für selbstbestimmtes, gemeinwesenorientiertes, umweltverträgliches Wirtschaften und Arbeiten. Die Sozialistische Selbsthilfe Mülheim (SSM) praktiziert dies seit mehr als 30 Jahren. Bei ihren wöchentlichen Gesprächskreisen berichtet und diskutiert die SSM über Aktivitäten und Perspektiven.

 

 

Wider die deutsche Bildungskatastrophe!
Diskussionsreihe des AK Bildung & Erziehung von Attac Köln

Jeden 2. & 4. Mittwoch im Monat / 20.00 - 22.15 Uhr

Alte Feuerwache, Köln-Agnesviertel / Teilnahme kostenlos / Kurs 76-P2

Oswald Pannes. Der Arbeitskreis Bildung&Erziehung von attac Köln – AK:BE – befasst sich über die ständige kritische Analyse des bildungspolitischen Geschehens in Deutschland hinaus in diesem Trimester schwerpunktmäßig mit der Schulentwicklung in Köln. Sie weist einen enormen Rückstand in der Gesamtschulversorgung auf, dem ein priorisierter Ausbau der Gymnasien über den Bedarf hinaus entgegensteht.

 

 

Bewegte Welt

 

Unser GRUNDGESETZ und die ersten zwanzig Artikel.

Sie sind es wert, betont zu werden. Von KünstlerInnen und Prominenten. Zu hören auf WDR3

 

Impulsgeber der Demokratie

«Kommunen als Impulsgeber der Demokratie in schwierigen Zeiten» – so lautet der Titel einer Tagung der Stiftung Mitarbeit vom 22.-24.09.2017 in der Evangelischen Akademie Loccum. Zusammen mit der Mediatorin Claudia Peschen hält Roland Schüler eine AG «Beschimpfungen gehören zum Beteiligungsalltag».
>> Das gesamte Programm als PDF

 

Kunstwettbewerb

Kunstwettbewerb Frieden für Kinder und Jugendliche. Bis zum 29. Sept. können künstlerische Arbeiten zu Frieden und Pazifismus bei der DFG/VK noch eingereicht werden. >> Weitere Informationen unter www.friedenkoeln.de

 

Gegen Kommandozentralen in Kalkar

Eine Friedensdemonstration findet am Di 03.10.2017 zu den Bundeswehr- und NATO-Kommandozentralen in Kalkar statt. >> Mehr unter www.demo-kalkar.de
>> Infos zur Veranstaltung als PDF hier

 

Tour de Respect

- Hobby-Radsport gegen Antisemitismus und Rassismus zu Ehren von Albert «Teddy» Richter am 08.10.2017 in Köln.
Am Sonntag, 8. Oktober 2017 um 11:00 startet das Team von Köln Ehrenfeld, Sömmeringstr. 72 zu einer ca. 50 km langen Radsport-Fahrt gegen Antisemitismus und Rassismus zu Ehren von Albert Richter, dem ehemaligen Weltmeister im Rennradsport. Um 15.00 Uhr ist die Abschlussveranstaltung im Radstadion Albert-Richter-Bahn. Mehr unter www.tourderespect.org

 

Neue Broschüre

Die AfD in Köln - eine Partei am rechten Rand

Beleuchtet werden Entstehungsgeschichte und Entwicklung, Strategie und Programmatik der AfD. Der Kreisverband Köln und die «Junge Alternative» werden unter die Lupe genommen, sowie die Arbeit der AfD-Fraktion im Kölner Stadtrat. Gutes Hintergrundmaterial für die Arbeit gegen Rechts.
Die AfD in Köln – eine Partei am rechten Rand.
16-seitige Broschüre.
Ab sofort kostenlos (gg. Portokosten & Spende) beziehbar beim Jugendclub Courage Köln e.V. Bestellung über: info@jc-courage.de

 

Silvesternacht 2015/16/17

Die Ereignisse der Silvesternacht haben einen Kreis von Menschen zusammengebracht, die einen eigenen Impuls setzen wollen. Sie wollen die Diskussion auf die eigentlichen Themen von sexueller Gewalt und Einwanderungsgesellschaft zurückführen.
Impulse für eine Diskussion in der Stadtgesellschaft - >> das Papier als PDF «Impuls für eine Stadtgesellschaft»
>> Ein Kommentar von Wolfgang Uellenberg-van Dawen in der Wissenschaft & Frieden als PDF «Die Würde des Menschen»
>> Link zu Lila-in-Koeln
>> Link zu #ausnahmslos

>> Franco Clemens aus unserem Impulskreis hat eine erste Einschätzung zur Frage von Silvester 2017 geschrieben: «Warum so viele Flüchtlinge Silvester nach Köln kamen». Hier der Link zur Rheinischen Post.

>> Elke Steven vom Komiteee für Grundrechte und Demokratie hat die aktuelle Silvesternacht in Köln kommentiert. Zu finden unter www.grundrechtekomitee.de

 

»Adopt a Revolution:

Den syrischen Frühling unterstützen«. So heißt die Kampagne, die Geld und Paten/ Patinnen für die gewaltfreie syrische Bewegung zur Unterstützung sammelt. Mehr Info unter www.adoptrevolution.org

 

 

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