Politik & Gesellschaft

 

Die Frage nach Krieg und Frieden geht weit über militärische Konflikte hinaus. Für den inneren Frieden unserer Gesellschaft ist zum Beispiel auch wichtig, wie Politiker mit unseren Daten umgehen, inwieweit sie Bürger an Entscheidungen beteiligen und was wir aus der Geschichte lernen. Zu solchen Themen bieten wir Diskussionsveranstaltungen, Bildungsurlaube und Vorträge.
>> Fotos und weitere Informationen über die KursleiterInnen finden Sie in der Rubrik Dozentinnen & Dozenten.

 

Liste Veranstaltungsreihe «Einwanderungsland Deutschland»

 

Thema «Ein neues Wir»

 

Politik & Gesellschaft - allgemeines Programm:

 

Veranstaltungsreihe »Einwanderungsland Deutschland«

 

 

Einwanderungsland Deutschland
Gekommen, um zu bleiben!?

Das neue Wir

Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen mit weiteren Dozent_Innen . Eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe aus den letzten Jahren.
Die bedeutenden Bildungswerke in Köln tragen diese Veranstaltung: VHS-Köln, Katholisches Bildungswerk, Melanchthon-Akademie und das Friedensbildungswerk Köln sowie der Runde Tisch für Integration.

                

 

 

Die Veranstaltungsreihe wird 2018 unter dem Titel "Das neue Wir" fortgesetzt.

 

Eine Übersicht über die bisher stattgefundenen Vorträge mit Materialien:

 

>> Der Vortrag von Wolfgang Uellenberg van Dawen zu Flucht und Einwanderung als PDF

>> Den Vortrag von Michaelle Nintcheu zu »Arbeitkraft Migration - die Interessen der Wirtschaft - die Interessen der Einwanderer« vom 15.04.2015 finden Sie hier als PDF


Mi 20. Mai 2015
Vom Recht auf innere Sicherheit zu einem gestaltenden Einwanderungsrecht
Claus Ulrich Prölß (Kölner Flüchtlingsrat) und Dagmar Dahmen (Leitung Ausländeramt der Stadt Köln)


Mi 10. Juni 2015
Fluchtursachen – Fluchtwege – Flüchtlingspolitik
Klaus Jünschke

>> Der Vortrag von Klaus Jünschke hier als Tondokument

>> Seine Vortragsnotizen mit den Informationen zu den Herkunftsländern sind hier zu finden

>> Seinen ausführlichen Vortrag aus 2008 als PDF hier

 

Di 10. Mai 2016

Was ist los am Horn von Afrika

>> Bericht von der Veranstaltung als PDF hier

 

Ein Interview mit Frank Dörner, dem Referenten für den 15.12. zum Grenzregime im Mittelmeer.

>> «Man kann nur absolute Basisnothilfe leisten» Interview mit Frank Dörner auf aerzteblatt.de vom 08.10.2015

Lesehinweis auf taz.de:

>> «Freiwillige-Helfer-retten-Fluechtlinge»

 

Mi 18. Oktober 2017

Interkulturalität in der frühkindlichen und schulischen Bildung

Gemeinsam aufwachsen

Referentinnen:
Claudia Steinberg, Geschäftsführerin Arbeitskreis Ausländisches Kind, Köln
Ursula Boos Nünning, Professorin Universität Duisburg – Essen

>> Ankündigung als PDF

>> Das Thesenpapier von Frau Prof Ursula Boos Nümming als PDF

 

 

Politik & Gesellschaft - allgemeines Programm

 

 

«Die Welt im Zenit» - Patricia Gualinga und Grupo Sal

Do 19.04.2018 / 20.00 Uhr / VHS-Forum im Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstraße, Nähe Neumarkt / 1 Ustd/ Teilnahme kostenlos / Kurs 77-G3

Im Amazonasurwald Ecuadors liegt die Gemeinde Sarayaku der indigenen Kichwa. Die Gemeinde ist weltweit berühmt und ein Symbol des erfolgreichen indigenen Widerstands gegen das Eindringen großer Erdölkonzerne in deren Territorium und der Behauptung der Eigenständigkeit zwischen Tradition und Moderne in unserer globalisierten Welt.
Patricia Gualinga war lange Zeit Sprecherin dieser Gemeinde. In ihrer Rolle als Botschafterin war Patricia Gualinga auf der ganzen Welt unterwegs. Sie sprach auf internationalen Veranstaltungen, wie der UN-Konferenz indigener Völker in New York und der Weltklimakonferenz in Paris.

Mit den Erzählungen und Berichten von Patricia Gualinga und der leidenschaftlichen Musik von Grupo Sal kommt eine einzigartige Collage zusammen, die informiert, hinterfragt, zur Diskussion anregt, berührt und bewegt.

 

 

Die Arbeit der Treuhandanstalt in Wahrnehmung und Bewertung

Do 19.04.2018 / 19.00 – 21.30 Uhr / Friedensbildungswerk / 3 Ustd / Preis 5 Euro / Kurs 77-T1

Marcus Böick . Die Treuhandanstalt war und ist eine der umstrittensten Organisationen der jüngeren deutschen Geschichte. Sie erhielt im Sommer 1990 praktisch über Nacht die Verfügungsgewalt über 8 000 Betriebe mit rund vier Millionen Beschäftigten in Ostdeutschland. In einem hohen Tempo unter Führung von west-deutschen Industriemanagern, Unternehmern und Beamten wurden eine rasche Privatisierung und zahlreiche Stilllegungen umgesetzt. Dieses hohe Tempo war zugleich mit einer erheblichen gesellschaftlichen Erschütterung verbunden. Die Treuhand war ein Symbol westdeutscher Fremdherrschaft und eines neuen entgrenzten Kapitalismus.

Die Wirkungen dieser gesellschaftlichen Erschütterung sind heute noch wahrzunehmen in der Bevölkerung der «neuen Bundesländer». Wie blicken unterschiedliche Gruppen Milieus und Generationen aus Ost und West auf die Treuhand und den Wirtschaftsumbau. Welchen Stellenwert hat die einst so hochumstrittene Organisation in der erinnerungskulturellen Landschaft heute?

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hat das Historische Institut an der Ruhr Universität eine umfangreiche Studie zur Wahrnehmung und Bewertung der Rolle der Treuhandanstalt erstellt. Mit bemerkenswerten Ergebnissen.

Markus Böick M.A. ist Akademischer Rat an der Ruhr-Universität in Bochum in der Professur für Zeitgeschichte.

 

 

Abendgespräch zur Sache

Ausgrenzung und Hass - Was treibt unsere Gesellschaft auseinander

So 22.04.2018 / 19.30 – 21.00 Uhr / Teerstegenhaus Emmastraße 6 Köln-Sülz / 3 Ustd / Teilnahme kostenlos / Kurs 77-A4

Womit haben wir es zu tun? Es ist nicht nur die Sprache, die verroht. Und es ist auch nicht allein die fehlende Unmittelbarkeit der Neuen Medien, die es gefahrlos ermöglicht, Menschen mit Schimpf- und Hasstiraden zu überziehen. Es muss mehr hinzukommen, das wirklichen Hass begründet und wir wollen ergründen, was Menschen bewegt, sich im Umgang mit anderen jedes Respekts zu entledigen.

Doch das allein reicht noch nicht. «Dem Hass begegnen lässt sich nur, indem man seine Einladung, sich ihm anzuverwandeln, ausschlägt», sagt Carolin Emcke in Ihrem Buch «Gegen den Hass». Wie kann das gehen, und wie wird aus der rühmlichen Haltung Einzelner eine Kraft, die das Zeug hat, eine gesellschaftliche Gegenbewegung anzustoßen?
Darüber wollen wir mit unserem Gast Roland Schüler, Mediator, Leiter des Kölner Friedensbildungswerks und langjähriger Bezirksvertreter hier in Lindental ins Gespräch kommen.

Moderation: Peter Wattler-Kugler, Dipl.Psych.
Eine gemeinsame Veranstaltung der evangelischen und katholische Kirchengemeinden in Sülz und Klettenberg in Zusammenarbeit mit dem Friedensbildungswerks Köln und dem Katholischen Bildungswerk.

 

 

 

Die friedliche Revolution von 1989 in Sachsen und die unfriedliche Empörung von Pegida und Co.

Di 08.05.2018 / 19.30 – 21.30 Uhr / 3 Ustd / Melanchthon Akademie, Karthäuser Wall 24b, 50678 Köln-Südstadt / Teilnahme kostenlos / Kurs 77-R4

Frank Richter . Die Verwendung der Losung «Wir sind das Volk» bei den Pegida-Demonstrationen in Dresden hat nicht zuletzt bei vielen ehemaligen DDR-Bürgerrechtlern Proteste ausgelöst. War doch dieser Ruf im Herbst 1989 bei der friedlichen Revolution in der DDR Ausdruck der bürgerschaftlichen Emanzipation von der Repression der SED-Diktatur. Was macht den Unterschied aus zwischen dem Aufbegehren von 1989 und den rechtspopulistischen, von fremdenfeindlichen Ressentiments genährten Protesten der Gegenwart? Welche Chance hatten und haben die Versuche, zu einem Dialog mit den Unzufriedenen des Pegida-Komplexes zu kommen?

Frank Richter ist Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche in Dresden und wird den Bogen spannen von den Herbstereignissen 1989 zu den Protest-Bewegungen der Gegenwart in Dresden und Sachsen und dabei auch die Erfolge der AFD bei den Bundestagswahlen 2017 ansprechen.
Eine gemeinsame Veranstaltung vom Friedensbildungswerk Köln, der Melanchthon-Akademie und der Information- und Bildungssstelle (ibs) im NS-Dokumentationszentrum Köln.

 

 

Von der Welt vergessen? - Von der unglaublichen Kraft der MenschenrechtsverteidigerInnen in Honduras.

Do 17.05.2018 / 19.30 – 21.45 Uhr / Friedensbildungswerk / 3 Ustd / Teilnahme kostenlos / Kurs 77-H6

Joana Kathe . Im Dezember 1998 verabschiedete die UN-Generalversammlung die Resolution 53/144, in der internationale Standards zum Schutz der MenschenrechtsverteidigerIinnen festgelegt wurden. 20 Jahre später sind die Bedingungen, unter denen AktivistIinnen solidarisch für Menschenrechte kämpfen, oft immer noch prekär. So auch in Honduras.

Seit dem Militärputsch im Jahr 2009 ist die Situation der Menschenrechte in dem mittelamerikanischen Land äußerst kritisch. Das Land ist gekennzeichnet durch eine exorbitant hohe Straflosigkeit, einen autoritären Regierungsstil und Machtverflechtungen. Dazu nimmt die internationale Gemeinschaft offenbar eine Laissez-faire-Haltung ein. Dies alles macht die Arbeit honduranischer MenschenrechtsverteidigerInnen zu einer Mammutaufgabe. Mit wieviel Mut, Kraft und Solidarität sie gegen Gewalt und Diffamierung arbeiten, konnte Joana Kathe dort im vergangenen Jahr im Rahmen ihrer Tätigkeit als Schutzbegleiterin für MenschenrechtsverteidigerInnen bei pbi (peace brigades international) erleben.

Über die beeindruckenden Menschen, die sie in Honduras kennenlernte, und ihre Arbeit für Menschenrechte, wird Joana Kathe an diesem Abend berichten.

Eine Veranstaltung des Friedensbildungswerks in Zusammenarbeit mit den Peace Brigades International (pbi).

 

 

Karl Marx und die Frauen

Mi 23.05.2018 / 19.30 – 21.45 Uhr / Friedensbildungswerk / 3 Ustd/ Teilnahme kostenlos / Kurs 77-I2

Ina Hoerner-Theodor . Alle reden von Karl Marx, denn er wird 200, und seine Texte sind bis heute bedeutend und aktuell! Doch was wäre aus Marx ohne die Unterstützung durch seine Ehefrau Jenny von Westphalen, durch seine Haushälterin Helena Demuth oder seine drei Töchter geworden? Der Vortrag, der mit Bildern illustriert wird, nimmt die Frauen in den Blick, die Marx prägten und durch ihre – unbezahlte - Arbeit, Pflege und Aufmerksamkeit dazu beitrugen, dass der große Denker sein Werk schreiben und der Nachwelt hinterlassen konnte.

Ina Hoerner-Theodor war 40 Jahre in der Erwachsenenbildung tätig, sie hat mehrere Schriften zu frauen- und lokalgeschichtlichen Themen veröffentlicht. Als links-feministische Aktivistin hält sie Vorträge und führt historische Stadtrundgänge zu frauengeschichtlichen Themen durch.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Frauengeschichtsverein Köln.

 

 

Auf ein Wort

Argumente gegen rechtspopulistische Aussagen

Donnerstag 07.06.2018 / 19.30 – 21.30 Uhr / Preis 7 (5) Euro / Kurs 77-W11 / Friedensbildungswerk Köln / Anmeldung erforderlich

Roland Schüler . Die AFD sitzt nun im Bundestag und der Rechtspopulismus hält Einzug in öffentliche Debatten, in klassische und soziale Medien. Auch im persönlichen Umfeld werden immer häufiger populistische Argumente vorgebracht. Da ist mensch manchmal sprachlos. Wie können wir mit der Situation umgehen? Welche Argumente sind hilfreich für eine weiterführende Diskussion? Wie kann eine fruchtlose Debatte abgebrochen werden? Aus unseren Erfahrungen der politischen Bildungsarbeit werden Antworten erarbeitet und anhand von konkreten Beispielen können Umgangsweisen und gute Erfahrungen ausgetauscht werden. Wie kann gewaltfreie Kommunikation unterstützend angewendet werden?

Roland Schüler ist Geschäftsführer des Friedensbildungswerks Köln.

Dieser Workshop ist eine Kooperation vom Friedensbildungswerk Köln und der Melanchthon-Akademie.

Die Veranstalter behalten sich das Recht vor, die Teilnehmenden auszuwählen.
>> Anmeldung mittels E-Mail an fbkkoeln@t-online.de

 

 

Der § 175, die Homosexualität und die Bundeswehr

Mi 20.06.2018 / 20.00 – 21.45 Uhr / 3 Ustd / Friedensbildungswerk / Teilnahme kostenlos / Kurs 77-B6

Klaus Storkmann, Sven Lehmann . Die Geschichte des §175 ist auch eine Geschichte der Bundeswehr. Dieser Paragraf, während des Nationalsozialismus noch verschärft, reichte weit in die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland und wurde erst 1994 abgeschafft. Er stellte sexuelle Handlungen zwischen männlichen Personen unter Strafe. In der Nachkriegszeit wurde dieser Paragraf häufig angewendet und zerstörte menschliche Existenzen. Auch in der Bundeswehr! Dieses Kapitel wird gerade von Klaus Storkmann erstmals aufgearbeitet. Homosexualität in der Bundeswehr ist in Verbindung mit geheimdienstlicher Einschätzung besonders verheerend, egal für welchen Rang. Zudem ist die Skandalisierung ein wichtiges Machtmittel gewesen, wie in der Affaire Manfred Wörner um den General Kießling.

Sven Lehmann setzt sich im Deutschen Bundestag interfraktionell für die Entschädigung aller Opfer des §175 ein. Denn nur die strafrechtlich Verurteilten erhalten bisher eine Entschädigung.

Oberstleutnant Dr. Klaus Storkmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Militärgeschichte nach 1945 in Potsdam im Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr.

Sven Lehmann ist Bundestagsabgeordneter aus Köln für Bündnis 90/Die Grünen und deren queerpolitischer Sprecher.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Centrum Schwule Geschichte

 

 

 

 

Veranstaltungsreihe

Von 1968 bis 2018

 

1968 / 2018 - Blick zurück nach vorn

Köln alternativ, links, feministisch, radikal, autonom…

 

Das Jahr 2018 ist geprägt von zwei wichtigen Daten: 1918 und dem Ende des 1. Weltkrieges (siehe Krieg & Frieden) und den Ereignissen von 1968. Die vier Ziffern sind nur ein Symbol für eine umfassende Veränderung der versteinerten Adenauerzeit, des bedrückenden Schweigens über den Nationalsozialismus und der notwendigen Erneuerung der Gesellschaft. Die Entwicklung hat schon weit vor 1968 begonnen, hatte europäische Auswirkungen und wirkt bis heute fort. In unserer Gesellschaft von heute finden sich viele Auswirkungen aus 1968. Nicht umsonst behauptet die Afd «sie sei die Konterrevolution zu 1968».

Zusammen wollen Kölner Initiativen, Organisationen und das Stadtmuseum Köln den eigenen Blick auf 1968 werden und schauen, was heute noch bedeutsam ist. Denn es ist unsere Geschichte.
Das Friedensbildungswerk ist Partner und wird eigene Veranstaltungen auf der Internetseite ebenso ankündigen wie die Veranstaltungen der KollegInnen.
>> Eine erste Übersicht als PDF mit Stand 01.02.2018 (Änderungen sind zu erwarten).

>> In unserem Online-Kalender 1968 sind alle Veranstaltungen eingetragen.

>> Die Ausstellung zu 1968 «Protest. Pop. Provokation» ist im Kölnischen Stadtmuseum ab dem Sa 20.10.2018 bis zum So 24.02.2019 zu sehen.

 

 

1968

 

Dran bleiben – Zuversichtliche Rückblicke eines «Alt-68ers» - Buchvorstellung

Die Buchvorstellung fand im Friedensbildungswerk Köln statt. 60 Menschen sind gekommen.

«Die Autobiographie von Klaus Schmidt hat das Zeug, ein Dokument der Zeitgeschichte zu werden, obwohl es eine sehr persönliche Selbstbeschreibung ist. Ich habe mich beim Lesen seines Textes an viele Begebenheiten erinnert und zwischen den Zeilen immer wieder den Ratgeber entdeckt, der er mir persönlich oft war. Nicht aufdringlich, sondern die eigenen Unzulänglichkeiten und Fehler reflektierend, nicht eitel, sondern oft mit einem Augenzwinkern» (aus dem Nachwort von Günter Wallraff)

Klaus Schmidt, Theologe und Historiker, stellte an diesem Abend sein Buch vor und erläuterte im Gespräch seine zuversichtlichen Rückblicke.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Melanchthon-Akademie

>> Das Vorwort von Klaus Schmidt als PDF

>> Das Nachwort von Günter Wallraff als PDF

Das Buch wurde von Martin Stankowski auf WDR5 Scala besprochen.

Das Buch kann für 19,00 Euro im Buchhandel und auch im Friedensbildungswerk erworben werden.

 

1968

 

«Street fighting man» – Matinee zur Filmreihe Köln `68 – Aufruhr und Protest

Sonntag 06.05.2018 / 11.30 Uhr / Odeon Kino, Severinstraße 81, 50678 Köln Preis 8 (7) Euro / Kurs 77-F1

The Rolling Stones in Köln, WDR 1967, 3 Min. / XSCREEN – das «andere Kino», WDR 1968, 12 Min. / Polizeiaktion beim Kölner Kunstmarkt, WDR 1968, 5 Min. / Happening Wolf Vostell, WDR 1969, 4 Min. / Oben und Unten – 24 Std. Aktion in der Galerie «Plus unten», WDR 1969, 5 Min. / Untergrundpresse in Köln, WDR 1970, 11 Min. / Die ersten Auftritte des Kölner Straßentheaters, WDR 1968, 10 Min. / Rockoper zur Lehrlingsausbildung von Floh de Cologne, WDR 1971, 7 Min. / Kölner Beat-Gruppe «Can», WDR 1971, 3 Min./ Die Bläck Fööss, Beatgruppe «Stowaways», WDR 1971, 4 Min.

Erstes Kölner Straßentheater

Die Suche nach alternativen Gesellschaftsentwürfen, nach Gegen-Kultur und Gegen-Öffentlichkeit begründet nicht nur Aktionen der Studenten, sondern verändert auch Kunst, Theater, Kabarett, Film und Musik – wie die historischen Filmbeiträge zeigen: Die Undergroundpresse als Gegenöffentlichkeit; die Kölner Gruppe XSCREEN rüttelt mit ihren Filmen an alten Sehgewohnheiten; Vostell provoziert mit seinem Kunstwerk «Ruhender Verkehr» und Klauke und Wirdeier laden zu einer 24-Stunden-Kunstaktion ein; Theatergruppen verlassen die Säle und gehen auf die Straße; Floh de Cologne entwickeln spezielle Programme für Jugendliche und Lehrlinge; die bald auch international bekannte Gruppe «Can» wird gegründet, «The Stowaways» werden zu «Bläck Föös» und „The Rolling Stones“ bringen Jugendliche in der Kölner Sporthalle zum Kreischen. Historische Filmaufnahmen beleuchten diese Entwicklungen und laden ein darüber zu diskutieren. Wie veränderte sich die Kulturszene? Welchen Einfluss hatte dies auf die Gesellschaft? Welche Bedeutung hatte die Arbeit mit Lehrlingen? Und noch mehr Fragen können im Anschluss mit Zeitzeugen, wie dem ehemaligen Berufsschullehrer Klaus Schmidt und dem Machern von ANA&BELA u.a. der Journalist Martin Stankowski diskutiert werden.

Diese Matinee ist der Auftakt einer dreiteiligen Filmreihe zu «Köln im Jahr 1968». Eine gemeinsame Veranstaltung des Friedensbildungswerk Köln mit Köln im Film e.V.

 

1968

 

Widerstand gegen die Notstandsgesetze - Rettet die Demokratie

Mittwoch 16.05.2018 / 19.00 Uhr / Odeon Kino, Severinstraße 81, 50678 Köln Preis 8 (7) Euro. / Kurs 77-F2

Copyright: WDR

Ende offen – Mitternachtsdiskussion, WDR 1968, 15 Min. / Reaktion in NRW auf das Dutschke-Attentat, WDR 1968, 13 Min. / Öffentlicher Gedenkgottesdienst in Köln, WDR 1968, 3 Min. / Anti-Springer-Demonstration in Essen, WDR 1968, 4 Min. / Umfrage zum Thema «Demonstrationen», WDR 1968, 2 Min. / Demonstration gegen Notstandsgesetze in Bonn, WDR 1968, 8 Min. / Kölner Straßentheater gegen Notstandsgesetze, WDR 1968, 10 Min. / Gemeinsame Versammlung von Arbeitern und Studenten im Hörsaal I der Kölner Uni gegen die Notstandsgesetze, WDR 1968, 8 Min. / Repressalien gegen Schüler, die an den Notstandsprotesten teilgenommen haben, WDR 1968, 5 Min. / Beendigung des Wahlkampfes an der Kölner Universität, WDR 1968, 11 Min.

Die unterschiedlichen Fernsehbeiträge dieses Abends dokumentieren die antiautoritäre Stimmung und Protestaktionen der 68er Bewegung. Das Attentat auf Rudi Dutschke in Berlin, den Wortführer der rebellischen Hochschüler, das Bonner Gesetzgebungsverfahren für den sogenannten Notstand und der Krieg in Vietnam erschüttern das Land. Auch Köln wird zum Schauplatz des Protestes. Zu sehen sind Demonstrationen in Köln und Essen anlässlich des Dutschke-Attentats, die Blockade der Springer-Presse, der Sternmarsch mit 60.000 Schülern, Studenten, Arbeitern und kritischen Bürgern gegen die geplante massive Einschränkung von Grundrechten im Zuge der Notstandsgesetzgebung. Der «Republikanische Club» wird zum Treffpunkt der außerparlamentarischen Opposition (APO) und neben dem SDS (Sozialistischer Deutscher Studentenbund) zum Ausgangspunkt für Protestaktionen in der Stadt, aber auch in den beiden konfessionellen Kirchen rufen kritische Christen zu Protestaktionen auf. Am Ende des Sommers 1968 erhält die Kölner Studenten-Union (KSU), die sich von den SDS-Aktionen distanziert, die Mehrheit im Studentenparlament und die Kölner Universität ist eine der wenigen Hochschulen ohne linke Mehrheit.

Mit Martin Singe, Komitee Demokratie und Grundrechte.

Der zweite Teil dieser Filmreihe «Köln im Jahr 1968» ist eine gemeinsame Veranstaltung des Friedensbildungswerk Köln mit Köln im Film e.V.

 

1968

 

Wie weiter mit der Studentenbewegung?

Mittwoch 30.05.2018 / 19.00 Uhr / Odeon Kino, Severinstraße 81, 50678 Köln / Preis 8 (7) Euro. / Kurs 77-F5

Bilanz der Studentenbewegung, WDR 1969, 9 Min.

Brandstifter, WDR 1969, Regie: Klaus Lemke, mit Margarethe von Trotta, Iris Berben, Marquard Bohm, Dieter Noss, Veith von Fürstenberg, 64 Min.

Brandstifter ist eine spontane Reaktion auf die Kaufhausbrandstiftungen in Frankfurt am Main im April 1968. Klaus Lemke drehte den Film in den ersten Monaten des Jahres 1969 auf Kölner Straßen und Plätzen. Protagonistin ist die Studentin Anka, die in einer Kölner Kommune lebt, die sich mit Agitationsfilmen nach dem Vorbild der französischen Flugblattfilme politisch betätigt. Anka beteiligt sich nicht an Diskussionen, sondern handelt lieber. Im Alleingang legt sie in einem Kölner Kaufhaus aus Protest gegen den Vietnamkrieg einen Brandsatz, um zu zeigen, dass Bomben mehr sind als nur Requisiten in einem Film.

Der Film stellt Pop-Kultur, politische Thesen und Lebensgefühle der Studenten in den Mittelpunkt. Er ist ein authentisches Dokument der politischen und gesellschaftlichen Aufbruchsstimmung und zugleich eine filmische Fiktionalisierung der frühen RAF-Geschichte, in der die Studentenproteste in Gewalt und Terrorismus mündeten.

Der WDR strahlte den Film bereits im Mai 1969 aus.

Der dritte Teil dieser Filmreihe «Köln im Jahr 1968» ist eine gemeinsame Veranstaltung des Friedensbildungswerk Köln mit Köln im Film e.V.

 

1968

 

«Deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt»
Die Antimilitaristische Bewegung und die Friedensbewegung im Wandel

Do 30.08.2018 / 19.30 – 21.45 Uhr / 3 Ustd / Friedensbildungswerk / Teilnahme kostenlos / Kurs 78-D1

1968 waren die Erfahrungen des 2. Weltkrieges noch präsent und zwei Debatten haben die junge Bundesrepublik schon geprägt: Die Debatte um die Wiederbewaffnung und die Göttinger Erklärung der WissenschaftlerInnen zur atomaren Bewaffnung. 1968 wurde die Militarisierung der Gesellschaft (Bundeswehreinsatz im Innern) und die Militarisierung der Welt u.a. durch den ungehemmten Waffenexport thematisiert. Heute engagiert sich die Friedensbewegung weiter gegen Waffenexporte und Atomraketen in Büchel, aber auch für die gewaltfreie Konfliktbearbeitung in Deutschland und der Welt.
Dieser Abend ist Teil der Veranstaltungsreihe entlang des Buches von 125 AutorInnen «Die Stadt, das Land, die Welt verändern» aus dem KiWi-Verlag 2014.

Die Veranstaltungsreihe wird organisiert von Ina Hoerner-Theodor, Reiner Schmidt und Pui SchmidtvonSchwind.

 

 

 

Regelmäßige Veranstaltungen:

 

 

Neue Arbeit – vor Ort in Köln-Mülheim
Jeden Mittwoch / 09.00 – 12.00 Uhr
INA, Düsseldorfer Straße 74, Köln-Mülheim / Teilnahme kostenlos / Kurs 77-I1

Heinz Weinhausen. «Neue Arbeit» steht für selbstbestimmtes, gemeinwesenorientiertes, umweltverträgliches Wirtschaften und Arbeiten. Die Sozialistische Selbsthilfe Mülheim (SSM) praktiziert dies seit mehr als 30 Jahren. Bei ihren wöchentlichen Gesprächskreisen berichtet und diskutiert die SSM über Aktivitäten und Perspektiven.

 

 

Wider die deutsche Bildungskatastrophe!
Diskussionsreihe des AK Bildung & Erziehung von Attac Köln

Jeden 2. & 4. Mittwoch im Monat / 20.00 - 22.15 Uhr

Alte Feuerwache, Köln-Agnesviertel / Teilnahme kostenlos / Kurs 77-P2

Oswald Pannes. Der Arbeitskreis Bildung&Erziehung von attac Köln – AK:BE – befasst sich über die ständige kritische Analyse des bildungspolitischen Geschehens in Deutschland hinaus in diesem Trimester schwerpunktmäßig mit der Schulentwicklung in Köln. Sie weist einen enormen Rückstand in der Gesamtschulversorgung auf, dem ein priorisierter Ausbau der Gymnasien über den Bedarf hinaus entgegensteht.

 

 

Bewegte Welt

 

Mediation und Gesundheit

Eine Tagung zum Spannungsfeld im Gesundheitsbereich am Sa 20.04.2018 in Düsseldorf. Das Programm hier als PDF

 

Unser GRUNDGESETZ und die ersten zwanzig Artikel.

Sie sind es wert, betont zu werden. Von KünstlerInnen und Prominenten. Zu hören auf WDR3

 

«Reden gegen Hass»

Im Radio zu hören: Woher kommt dieser Hass, und wie kann man damit umgehen? Stecken hinter der Verrohung Ängste, die man ernstnehmen muss? Das Lebenszeichen auf WDR3 /WDR5 begleitet Menschen, die an den Dialog glauben. Daran, dass es sich lohnt, anderen zuzuhören und sie zu respektieren. Ali Can hat eine «Hotline für besorgte Bürger» gegründet. Als «Migrant des Vertrauens» spricht er mit jedem, der anruft, und nimmt ihn ernst. Roland Schüler leitet das Kölner Friedensbildungswerk, hat zahlreiche Mediationen geleitet und ist erfahren im Gespräch mit so genannten «Wutbürgern». Was kann man mit Empathie und Verständnis erreichen? Und hilft reden auch irgendwann nicht weiter?
Die Sendung am Di 03.10.2017 auf WDR3 / WDR5

 

Neue Broschüre

Die AfD in Köln - eine Partei am rechten Rand

Beleuchtet werden Entstehungsgeschichte und Entwicklung, Strategie und Programmatik der AfD. Der Kreisverband Köln und die «Junge Alternative» werden unter die Lupe genommen, sowie die Arbeit der AfD-Fraktion im Kölner Stadtrat. Gutes Hintergrundmaterial für die Arbeit gegen Rechts.
Die AfD in Köln – eine Partei am rechten Rand.
16-seitige Broschüre.
Ab sofort kostenlos (gg. Portokosten & Spende) beziehbar beim Jugendclub Courage Köln e.V. Bestellung über: info@jc-courage.de

 

Aufarbeitung Atommüll

Auf der Tagung der evangelischen Akademie Loccum zur Endlagersuche für den Atommüll im Juni 2017 hat Roland Schüler einen Vortrag zur Vergangenheitsbewältigung gehalten. Der Text wird demnächst im Tagungsband erscheinen. >> Hier vorab das PDF

Am 03.02.2018 war unser Geschäftsführer Roland Schüler vom Nationalen Begleitgremium zu einer Tagung in Berlin eingeladen.

 

»Adopt a Revolution:

Den syrischen Frühling unterstützen«. So heißt die Kampagne, die Geld und Paten/ Patinnen für die gewaltfreie syrische Bewegung zur Unterstützung sammelt. Mehr Info unter www.adoptrevolution.org . Die Zeitung als PDF finden Sie hier.

 

 

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